AmbiProbe

Massenspektrometrische in-situ-Analytik für die Problembereiche Gesundheit, Umwelt, Klima und Sichherheit

Ein Forschungs-Schwerpunkt im LOEWE-Programm des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst

Ambiprobe ist ein im Rahmen der hessischen Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) geförderter Hochtechnologie-Schwerpunkt zur Entwicklung von bio- und nanoanalytischen in-situ-Methoden und Instrumenten für die Bereiche Gesundheit, Umwelt, Klima und Sicherheit (GUKS). Der Schwerpunkt wird von der Justus-Liebig-Universität Gießen koordiniert; beteiligt sind die Goethe-Universität Frankfurt am Main, das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung Darmstadt.

  • Koordinator: Prof. Dr. Bernhard Spengler; Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1. Stellvertretender Koordinator, Prof. Dr. Andreas Vilcinskas; Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2. Stellvertretender Koordinator, Prof. Dr. Michael Karas, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ambiprobe entwickelt neue, dringend benötigte Verfahren, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen der allgemeinen chemischen Sicherheit orientieren. In seiner Konzeption wird der Schwerpunkt von physikalisch-chemischer Grundlagenforschung vorangetrieben und gesteuert.

Im GUKS-Bereich sind neue Methoden erforderlich, die vor Ort und unmittelbar eingesetzt werden können und sich nicht auf teils schwerfällige Labor- und Probengewinnungs-Verfahren stützen müssen. Dies bedingt zum einen geringe Abmessungen, geringes Gewicht und weitgehende Infrastrukturunabhängigkeit der einzusetzenden technischen Systeme. Dabei sind insbesondere die vor-Ort-Bedingungen der analytischen Umgebung zu adaptieren. Zum anderen ist eine hohe Qualität der analytischen Information zu realisieren, die es ermöglicht, Fragen der Zusammensetzung und Konzentration relevanter Stoffe instantan und aussagekräftig beantworten zu können, ohne dass dafür aufwändige und ortsgebundene Datenauswerteverfahren eingesetzt werden müssen.

Solche in-situ-Methoden werden für verschiedene Anwendungsfelder, wie die Identifizierung von Mykotoxinen auf Pflanzen, in Lebensmitteln und Innenraum-Aerosolen, die vor-Ort-Gewebetyp-Identifizierung während chirurgischer Eingriffe, für den Nachweis und die Verfolgung von Umweltgift-Einträgen, für den Bereich der Terrorabwehr an Flughäfen, die vor-Ort-Untersuchung mikroklimatischer Veränderungen oder die Aufklärung und Nutzung immunologischer Kommunikationsmuster, Biomarker und Metabolite benötigt. Hierzu werden mobile Analysemethoden entwickelt, die die genannten Bedingungen erfüllen.