Vor-Ort-Erkennung von Explosivstoffen in Form gasförmiger Ionen wird seit langer Zeit betrieben.

Aufgrund der mangelhaften Portabilität von verfügbarer massenspektrometrischer Instrumentierung sind bislang hauptsächlich Ionenmobilitätsspektrometer eingesetzt worden, gekoppelt mit thermischer Desorption und Elektroneneinfang-Ionisation. Die ausgesprochen hohe Elektronenaffinität von Nitroaromaten und Nitraten führt dabei zu einer akzeptablen Selektivität der Ionisation von Explosivstoffen.

Die Entwicklung von Atmosphärendruck-Ionisationsmethoden, insbesondere in der Kombination mit neuartigen miniaturisierten Massenspektrometern bietet eine sehr viel höhere Selektivität als herkömmliche Methoden, bei meist hinreichender Nachweisempfindlichkeit. Dennoch sind Methoden wie DESI und DART (Direct Analysis in Real Time) nicht in der Lage, eine Reihe wichtiger Gefahrstoffe zu ionisieren, wie z.B. Nitrozellulose. Sie führen außerdem häufig zur Zerstörung der Oberfläche verschiedener Objekte, z.B. persönlicher Objekte an Flughafen- Sicherheitskontrollpunkten. Methoden wie REIMS (Rapid Evaporative Ionization Mass Spectrometry) hingegen können eingesetzt werden, um durch Luftstoß abgeblasene und gesammelte Aerosolpartikel gezielt zu verdampfen und zu ionisieren. Aerosolpartikel, die mit Spuren von Explosivstoffen (auch z.B. Nitrozellulose oder Acetonperoxid, TATP) belegt sind, ergeben dabei charaktersistische Massenspektren.