Sebastian Tittebrandt.
1) Aus welchem Land stammen Sie?
Deutschland

2) Was haben Sie studiert?
Biologische Chemie

3) Was hat Sie dazu bewogen dieses Studium aufzunehmen?
Ich finde es spannend mein Verständnis der Welt durch Aufdeckung der zugrundeliegenden Prinzipien und Mechanismen besser zu verstehen und damit auch neue Sichtweise auf diese zu bekommen
   
4) Wie sind Sie zu AmbiProbe gekommen?
Während meiner Diplomarbeit in der Arbeitsgruppe von Prof. Lehmann am DKFZ bin ich auf das Projekt aufmerksam geworden.

5)In welchem AmbiProbe Projekt sind Sie tätig?
A3

6) Welches Ziel hat ihr Forschungsprojekt?
Ich beschäftige mich mit der Frage wie die analytische Aussagekraft von massenspektrometrischen Daten verbessert werden kann. Hierfür benutze ich Wasserstoff Deuterium Austauschreaktionen (HDX) mit denen es möglich ist eine zusätzliche Information über Analyten zu erhalten.  Genauer heißt das: Differentieller und kompletter H/D Austausch zur Analyse von Biomolekülen. Hierbei beschäftige ich mich mit mechanistischen/chemischen Fragestellungen des Austauschprozesses als auch mit der apparativen Umsetzung. Damit soll der H/D Austausch leichter nutzbar gemacht und in den Bereichen Peptidanalytik, Umweltanalytik und in-situ Analyse einsetzbar gemacht werden.

7) Mit welchen anderen Projekten arbeiten Sie innerhalb und außerhalb von AmbiProbe     zusammen?
Es gibt eine Kooperation mit der Firma MS Vision zur Erprobung einer selbstentwickelten „Deuterierungszelle“. Außerdem werden die gewonnen Erkenntnisse auf die Arbeitsbereiche C3 (Composition Based Sequencing) als auch mit verschieden Ionisierungstechniken (DESI, DART etc.) angewendet.

8) Womit beschäftigen Sie sich aktuell?
Die neu erhaltenen Erkenntnisse der Austauschprozesse sollen nun auch  apparativ umgesetzt werden, damit das volle Potential des H/D Austauschs genutzt werden kann.
9) Wie sieht ein Arbeitstag bei Ihnen aus?
Eine ausgewogene Mischung aus Laborarbeit und Schreibtischarbeit.

10) Was macht Ihre Arbeit so spannend?
An Methoden zu forschen und Ergebnisse/Beobachtungen zu erzielen die so noch nicht beschrieben wurden.

11) Welche wissenschaftliche Vision haben Sie?
Ich habe den starken Eindruck dass das Potential der massenspektrometrischen Analytik trotz seines bereits hohen Standards bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Die Projekte des Ambiprobe Projekts bestätigen mich in meiner Ansicht.